Stimme Bonn International (SBI) setzt klares Zeichen auf dem Friedensplatz am Sonntag, 26. Oktober 2025
Am Sonntag fand auf dem Bonner Friedensplatz eine Kundgebung unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild! Wir sind die Töchter!“ statt. Rund 200 Menschen folgten dem Aufruf zahlreicher Bonner Initiativen, Vereine und Einzelpersonen. Ziel war es, ein deutliches Zeichen gegen die jüngsten Äußerungen von CDU-Bundesvorsitzendem Friedrich Merz über ein angeblich verändertes „Stadtbild“ in Deutschland zu setzen.
Auch die Stimme Bonn International (SBI) war mit mehreren Mitgliedern vertreten – darunter der Vorsitzende Moussa Acharki, der gemeinsam mit seiner Tochter teilnahm.
„Wir alle sind Teil dieses Stadtbildes“
„Wir alle haben Töchter, Söhne, Familien – und wir alle sind Teil dieses Stadtbildes. Die Aussagen von Herrn Merz sind schockierend und in dieser Pauschalität nicht hinnehmbar“, betont Acharki.
„Natürlich gibt es gesellschaftliche Herausforderungen, die benannt und angegangen werden müssen – aber Pauschalisierungen helfen niemandem. Sie spalten und verletzen. Gerade in einer Stadt wie Bonn, die für Vielfalt, Respekt und internationales Miteinander steht, sind solche Worte besonders schädlich.“
„Wir alle sind Teil dieses Stadtbildes. Pauschalisierungen spalten und verletzen.“ – Moussa Acharki
Forderung an CDU Bonn und Guido Déus
Die SBI wiederholt – wie bereits in ihrem Schreiben vom 23. Oktober 2025 – die Forderung an den künftigen Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) und die CDU Bonn, sich öffentlich klar von den Aussagen des Parteivorsitzenden zu distanzieren.
„Gerade in einer Stadt, die Sitz zahlreicher UN-Institutionen ist und Weltoffenheit lebt, erwarten wir von der CDU Bonn ein eindeutiges Signal“, so Acharki weiter.
„Bonn steht für Zusammenhalt, Integration und gegenseitigen Respekt – nicht für Ausgrenzung, Pauschalurteile oder diskriminierende Rhetorik.“
Erwartet wird ein eindeutiges Signal der Distanzierung: Bonn steht für Zusammenhalt, nicht für Pauschalurteile.
Positive Signale – klare Ablehnung von Vandalismus
Besonders positiv wurde die Rede von Oberbürgermeisterin Katja Dörner aufgenommen, die für Zusammenhalt, Toleranz und den Schutz der Bonner Vielfalt warb. Insgesamt herrschte auf dem Friedensplatz eine engagierte, friedliche und solidarische Stimmung.
Zugleich verurteilt die SBI ausdrücklich die Sachbeschädigung an der CDU-Geschäftsstelle in Poppelsdorf. Gewalt und Vandalismus sind keine Antwort auf diskriminierende Aussagen.
- Anerkennung für klare Worte zugunsten von Vielfalt und Respekt
- Deutliche Absage an Gewalt und Vandalismus
- Engagement und Solidarität auf dem Friedensplatz
Für ein friedliches und sicheres Bonn
Die Stimme Bonn International ruft dazu auf, in der aufgeheizten gesellschaftlichen Stimmung gemeinsam für ein friedliches, starkes und sicheres Bonn einzustehen. Ziel ist, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Aussehen – sich in Bonn sicher und willkommen fühlen.
Bonn muss ein Ort sein, an dem sich alle sicher und respektiert fühlen.
Klare Haltung gegen Anfeindungen
„Wir sehen leider eine Zunahme von Anfeindungen gegen Menschen mit Migrationsgeschichte – sowohl im Alltag als auch in sozialen Medien. Dagegen braucht es klare Haltung, Prävention und Solidarität“, so Acharki abschließend.
„Wir danken allen Bonnern, die heute mit uns gemeinsam aufgestanden sind – für Respekt, für Vielfalt und für unser gemeinsames Bonn.“
- Klare Haltung zeigen
- Prävention stärken
- Solidarität leben