14. November 2025

AfD-Antrag zu Papst Urban II.: Bonn setzt klares Zeichen

In der ersten Sitzung des neu gewählten Bonner Stadtrates am 13.11.2025 hat die AfD einen Antrag gestellt, Papst Urban II. in das Bonner Straßenverzeichnis aufzunehmen. Die Fraktion Stimme Bonn International (SBI) weist diesen Vorschlag entschieden zurück.

Urban II.: Symbol für Gewalt, nicht für Bonner Werte

Stadtverordneter Moussa Acharki (SBI) machte in seinem Redebeitrag deutlich, warum eine Ehrung von Papst Urban II. untragbar ist. Urban II. rief 1095 zum Ersten Kreuzzug auf – ein historisches Ereignis, das massive Gewalt vor allem gegen Muslime im Nahen Osten auslöste und später auch zu schweren Übergriffen gegen jüdische Gemeinden in Europa führte.

Acharki betonte:

„Der Erste Kreuzzug war kein heroischer Akt. Er war ein Aufruf zu Gewalt – zunächst gegen Muslime und später auch gegen jüdische Gemeinden. Eine Persönlichkeit zu ehren, die für Leid, Hass und religiöse Aufstachelung steht, ist mit den Werten unserer Stadt unvereinbar.“

Eine solche Figur im Bonner Straßenverzeichnis zu ehren, steht im klaren Widerspruch zu einem respektvollen, friedlichen und vielfältigen Bonn.

Ein bewusst provozierender Beitrag der AfD

Besonders irritierend war der Redebeitrag eines AfD-Vertreters, der Urban II. als Verteidiger des „Abendlandes“ darstellte und seinen Antrag mit dem Jahrestag eines terroristischen Anschlags in Frankreich verknüpfte.

Diese Argumentation macht deutlich, dass die AfD versucht, Muslime zu stigmatisieren und alte Feindbilder zu bedienen.

Der Antrag ist damit nicht nur ein geschichtspolitisches Signal, sondern eine gezielte Provokation gegen Teile der Bonner Stadtgesellschaft.

Worum es der AfD wirklich geht

Viele Menschen – darunter auch solche mit Migrationsgeschichte – glauben, die AfD sei eine bürgernahe Protestpartei. Doch dieser Antrag zeigt deutlich:

  • Es geht der AfD nicht um Bildung.
  • Es geht ihr nicht um soziale Themen.
  • Es geht ihr nicht um das Wohl der Stadt.

Stattdessen geht es der AfD um populistische Provokationen und darum, Misstrauen und Hass zu säen.

Dass die AfD bereits in der ersten Ratssitzung mit einem solchen Antrag auftritt, sendet ein klares Signal über ihre politischen Prioritäten.

Ratsmehrheit lehnt den Antrag geschlossen ab

Der Antrag der AfD wurde mit der gesamten Ratsmehrheit gegen die AfD-Stimme abgelehnt. Für die SBI ist dies ein wichtiges Zeichen, dass die demokratischen Kräfte im Rat geschlossen auftreten, wenn es um Geschichtsverfälschung und spaltende Politik geht.

Die Ablehnung des Antrags zeigt: Bonn will keine Ehrung von Figuren, die für Kreuzzüge, Gewalt und Ausgrenzung stehen.

Kontakt

Stimme Bonn International – SBI
Pressekontakt: Moussa Acharki
E-Mail: info@stimme-bonn-international.de
Telefon: 01520 5848414

Stimme Bonn International (SBI)
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