Stellungnahme der BSW/SBI-Fraktion: Vernünftige Lösung für den Nordfriedhof beschlossen
Wir begrüßen den gestrigen Beschluss des Bonner Stadtrats, am Nordfriedhof eine Erweiterungsfläche für muslimische Bestattungen bereitzustellen. Nach fast vier Jahren intensiver Gespräche hat sich die Vernunft durchgesetzt. Der gemeinsam mit CDU, SPD und FDP erarbeitete Antrag fand eine Mehrheit.
Respekt und Anerkennung für muslimische Mitbürger
Es geht hier um mehr als nur um eine Friedhofsfläche. Es geht um Respekt und einen anständigen Umgang mit allen Bürgern unserer Stadt. Viele muslimische Familien leben seit Jahrzehnten in Bonn. Sie arbeiten hier, zahlen Steuern, leisten ihren Beitrag zur Gesellschaft und sehen Deutschland als ihre Heimat. Sie sind Teil unseres gemeinsamen Alltags. Deshalb ist es nur gerecht, wenn sie ihre Angehörigen nach ihren Traditionen bestatten können.
Direkter Dialog führt zum Kompromiss
Der Weg zu diesem Beschluss war lang. Unser Prinzip war dabei immer klar: Man muss mit den Menschen sprechen, statt von oben herab über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Deshalb haben wir den direkten Dialog mit der Arbeitsgemeinschaft der Bonner Moscheegemeinden gesucht.
Man muss mit den Menschen sprechen, statt von oben herab über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.
Das Ergebnis ist ein pragmatischer Kompromiss. Die Moscheegemeinden haben Verantwortung gezeigt und sind von ursprünglichen Forderungen abgerückt, um auch dem wichtigen Bedarf an neuem Wohnraum in Bonn Rechnung zu tragen. Das ist Politik für das Gemeinwohl – eine Lösung, die allen nützt und die Interessen der gesamten Stadt im Blick behält.
Bessere Verteilung der Bestattungsmöglichkeiten in Bonn
Zukünftig werden die Bestattungsmöglichkeiten besser über das Bonner Stadtgebiet verteilt sein. Nach dem Heiderhof, Dransdorf und bald Roleber wird nun auch der Bonner Norden berücksichtigt. Das bedeutet für viele Familien im Alltag ganz praktisch: kürzere Wege und die Möglichkeit, ihre Angehörigen wohnortnah zu besuchen.
Klare Mehrheit im Stadtrat gegen Blockaden
Die Abstimmung im Stadtrat hat deutlich gezeigt, wer an echten Lösungen interessiert ist und wer nicht. Während CDU, SPD, FDP und BSW/SBI dem Antrag zustimmten, stimmten Die Linke, AfD, BBB und ein Mitglied der Grünen dagegen. Die restlichen Grünen und Volt entzogen sich der Verantwortung durch Enthaltung. Es ist bedauerlich, dass einige Parteien einen hart erarbeiteten Konsens blockieren oder ignorieren. Die Bürger erwarten jedoch konkrete Ergebnisse statt politischer Spielchen. Gut, dass am Ende eine klare Mehrheit die richtigen Prioritäten gesetzt hat.
Die Abstimmung im Stadtrat hat deutlich gezeigt, wer an echten Lösungen interessiert ist und wer nicht.
Ehrliche Kommunalpolitik als Wegweiser für die Zukunft
Dieser Beschluss zeigt, wie ehrliche Kommunalpolitik funktioniert: Zuhören, Verhandeln und tragfähige Kompromisse finden. Wir danken der AG der Bonner Moscheegemeinden, allen Unterstützern und den Ratsmitgliedern, die diesen Weg mitgegangen sind.
Dies ist ein Erfolg für ganz Bonn. Es beweist: Wenn wir miteinander sprechen und Verantwortung übernehmen, finden wir praktische Lösungen für unsere Herausforderungen. Genau dafür steht die BSW/SBI-Fraktion im Rat. Wir werden auch weiterhin die Anliegen der Bonner ernst nehmen und Politik mit gesundem Menschenverstand machen – um unsere Stadt zusammenzubringen.