Für unzählige Bonner Familien, Rentner und Jugendliche ist das Panoramabad Rüngsdorf im Sommer ein unverzichtbarer Ort der Erholung direkt vor der Haustür. Nach der heutigen Diskussion ist unsere Position unmissverständlich: Dieses wichtige Stück Bonner Lebensqualität muss zwingend unter städtischer Führung bleiben.
Kein wirtschaftlicher Vorteil durch Ausgliederung
Die Verwaltung versucht derzeit, die Übergabe an einen externen Betreiber als Lösung zu präsentieren. Schaut man sich die harten Fakten an, wird jedoch schnell klar, dass ein überzeugender wirtschaftlicher Vorteil schlichtweg nicht existiert:
- Die Stadt bleibt weiterhin alleiniger Eigentümer der Anlage.
- Notwendige und teure Sanierungen müssten weiterhin aus der Kasse der Steuerzahler bezahlt werden.
- Ein privater Betreiber würde obendrein einen dauerhaften Betriebskostenzuschuss benötigen.
Wenn die Stadt das finanzielle Risiko trägt und den Betrieb ohnehin mitfinanziert, gibt es keinen vernünftigen Grund, die Verantwortung aus der Hand zu geben.
Personalmangel darf keine Ausrede sein
Das Hauptargument der Befürworter einer Ausgliederung ist der derzeitige Personalmangel. Es wird angeführt, externe Betreiber könnten flexiblere Saison- und Arbeitszeitmodelle anbieten. Das mag in der Theorie stimmen, ist für uns aber kein hinreichender Grund, die Kontrolle über ein so wichtiges Freibad aufzugeben.
Statt die Verantwortung bequem abzuschieben, muss die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben machen. Sie muss innerhalb der eigenen kommunalen Strukturen moderne, attraktive Arbeitsbedingungen für ihr Personal schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Bürger und Vereine einbinden – aber richtig
Bürgerschaftliches Engagement und die Hilfe lokaler Vereine sind großartig und ausdrücklich willkommen. Sie können den Betrieb des Panoramabads wertvoll unterstützen, etwa bei Veranstaltungen oder der Pflege. Aber Unterstützung ist etwas völlig anderes als die komplette Übernahme der Betriebsführung durch Dritte. Die Daseinsvorsorge für die Bonner Bürger ist und bleibt eine Kernaufgabe der Kommune.
Unsere Forderung: Das Panoramabad Rüngsdorf erhalten und weiterhin städtisch betreiben. Gleichzeitig muss die Verwaltung prüfen, wie Vereine klug eingebunden und flexible Personalmodelle intern umgesetzt werden können.