29. August 2025

Austausch mit OB-Kandidat Johannes Schott (BBB)

Johannes Schott, Oberbürgermeister-Kandidat der BBB, ist über unsere Arbeit in den sozialen Medien auf uns aufmerksam geworden – besonders über unsere Themen Wohnen und die Probleme in Tannenbusch mit defekten Aufzügen. Er hat uns direkt kontaktiert und um ein Gespräch gebeten.

Wir haben zugesagt. Dialog auf Augenhöhe mit allen demokratischen Kräften ist für uns selbstverständlich – nur so entstehen Lösungen, die in Bonn tatsächlich etwas verändern.


Wohnen: Lösungen statt Leerstand

„Es kann nicht sein, dass städtische Häuser leerstehen, während Flüchtlinge in teuren Unterkünften untergebracht werden.“

Bonn hat ein Wohnungsproblem – und es ist hausgemacht. Der Verkauf städtischer Wohnungen war ein Fehler. Heute fehlen Einflussmöglichkeiten und vor allem: bezahlbarer Wohnraum.

Was passieren muss:

  • Leerstände sofort nutzbar machen
  • Druck auf große Immobiliengesellschaften erhöhen
  • VEBOWAG stärken statt schwächen
  • Keine weiteren Verkäufe von städtischem Eigentum

Integration und Teilhabe: Schieflage im Rat

Im Bonner Stadtrat sitzen 66 Mitglieder – nur zwei davon mit Migrationshintergrund. Gleichzeitig wird Integration seit Jahren stiefmütterlich behandelt.

Im Integrationsrat bestimmen inzwischen Parteitaktik und Eigeninteressen das Bild, während Vereine und Bürgerinitiativen verdrängt werden. Besonders enttäuschend: Grüne, CDU, Volt, Linke und SPD haben kaum Anträge oder Inhalte eingebracht.

„So kann politische Partizipation nicht funktionieren.“

Wir setzen uns seit 2021 für Verbesserungen im Ausländeramt ein – bessere Terminvergabe, digitale Lösungen. Statt Unterstützung kam Widerstand: CDU stimmte dagegen, Grüne, Volt, SPD und Linke enthielten sich. Ergebnis: Endlose Warteschlangen, keine Fortschritte.


Rechtsdruck und Frust: Boden für die AfD

Die AfD hat in Bonn politisch nichts eingebracht – weder im Stadtrat noch im Integrationsrat. Trotzdem profitiert sie von Frust, bundespolitischen Schlagzeilen und Social-Media.

Fakt ist: Viele Bürger wenden sich von den etablierten Parteien ab, weil diese ihre Versprechen nicht einlösen. Wer aus Protest AfD wählt, stärkt damit nur eine Partei ohne Inhalte.


Arbeit statt Stillstand: Integration durch Perspektiven

Wer nach Bonn kommt, braucht eine echte Chance. Arbeit, Sprachkurse, klare Regeln. Viele Geflüchtete arbeiten längst erfolgreich in Wirtschaft und Ehrenamt – und sind ein Gewinn für die Stadt. Aber Integration funktioniert nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.


Klima und Doppelmoral

Bonn will bis 2035 klimaneutral sein – ein ehrgeiziges Ziel, das in den Wahlprogrammen groß klingt. Doch die Realität spricht dagegen:

Am Petrus-Acker in Auerberg soll gebaut werden – auf einer wichtigen Grünfläche, die eigentlich für Friedhofserweiterungen gebraucht würde. Besonders für muslimische Grabfelder im Bonner Norden, die längst ausgelastet sind.

Das ist kein Klimaschutz – das ist doppelte Augenwischerei.


Infrastruktur und Verkehr

Regelmäßige Bahnverspätungen erschweren Pendlern und Fachkräften den Weg nach Bonn. Eine internationale Stadt braucht verlässliche Verbindungen, sonst verliert sie im Wettbewerb um Talente.


Schulen, Sport, Stadtentwicklung

Sanierungsstau an Schulen, marode Turnhallen, verschenkte Potenziale bei der Stadtentwicklung. Bonn blockiert sich selbst. Stattdessen braucht es Investitionen in Bildung, Sport und lebenswerte Stadtteile.


Service im Ausländeramt: Würdelose Zustände

Menschen stehen nachts um zwei oder drei Uhr vor dem Ausländeramt, um einen Termin zu ergattern. Für Fachkräfte bedeutet das verlorene Zeit und oft existenzielle Probleme.

Das Bürgeramt wurde nach öffentlichem Druck zur Chefsache erklärt – das Ausländeramt nicht. Warum? Weil viele Betroffene keine Wähler sind.

Diese Ungleichbehandlung ist politisches Kalkül – und unwürdig für eine internationale Stadt wie Bonn.


Wohnsituation in Tannenbusch

Defekte Aufzüge in Hochhäusern sind kein „ärgerliches Problem“.
Das ist lebensgefährlich für Ältere, Kranke und Familien mit Kindern.

Hier muss die Stadt die Eigentümer endlich in die Pflicht nehmen.


Unser gemeinsames Ziel

Wir stehen für Realpolitik statt Wahlkampfparolen. Gemeinsam mit allen demokratischen Kräften wollen wir Bonn zu einer Stadt machen, die Chancen schafft und Zusammenhalt fördert.

Leerstände nutzen, Integration stärken, Perspektiven schaffen – das ist der Weg für Bonn.


Was du tun kannst

  • Teile diese Infos in deinem Umfeld
  • Sprich mit Nachbarn und Kollegen über die Probleme und Lösungen
  • Fordere von Politikern klare Zusagen statt leere Versprechen
  • Mach bei uns mit – damit deine Stimme in Bonn Gewicht bekommt

Stimme Bonn International – SBI

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